Die gemeinnützige Treuhandstiftung

Möchten Sie Gutes für sich und Andere leisten?  Möchten Sie finanziell  autark werden? Eine Stiftung kann die geeignete Form sein diese Ziele rasch und konsequent zu erreichen. Wenn Sie unnötige Bürokratie abbauen und Ziele mit Hilfe eines Lean Managements erreichen möchten, so ist die Treuhandstiftung eine besonders empfehlenswerte Form . Bei der Treuhandstiftung handelt es sich um eine rechtsgeschäftliche Verknüpfung zwischen Stifter und Treuhänder. Entscheidender Ansatzpunkt ist steuerlich hierbei, dass das Stiftungsvermögen vom Vermögen des Treuhänders gesondert verwaltet wird. Außerdem sollte eine Trennung von Stiftungszwecken und Treuhänderzwecken erfolgen. Ein weiteres Kriterium ist die Existenz eines eigenen Stiftungsgremiums neben dem eigentlichen Treuhänder. Um die Steuerbefreiung zu erlangen ist eine satzungsgemäße gemeinnützige Tätigkeit erforderlich. Zuständig für die steuerliche Prüfung ist das Stiftungsfinanzamt am Sitz der Stiftung. Die Treuhandstiftung genießt dabei die gleichen steuerlichen Rechte wie die selbstständige Stiftung, ist aber wesentlich einfacher und damit auch kostengünstiger  zu errichten und zu verwalten.

Die Treuhandstiftung ist nicht rechtsfähig, sodass über das Stiftungsvermögen selbst kein Insolvenzverfahren eröffnet werden kann. Allerdings erlischt die Stiftung, wenn das Stiftungsvermögen aufgebraucht ist. 
Davon zu unterscheiden ist die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Treuhänders. Hier führt zwar nicht schon die Verfahrenseröffnung zu einem Erlöschen der Stiftung, nach der vollständigen Abwicklung erlischt aber grundsätzlich die Rechtspersönlichkeit des Treuhänders. Damit kann auch die unselbstständige Stiftung nicht fortbestehen. Um die Stiftung zu retten, können für diesen Fall aber z.B. die Umwandlung in eine selbstständige Stiftung oder die Übertragung auf einen anderen Rechtsträger vorgesehen werden.

Bei der Treuhandstiftung gelten besondere Sicherungsmechanismen. Die Besonderheit einer Treuhandstiftung liegt darin, dass in wirtschaftlicher Hinsicht das Vermögen dem Treugeber (dem Stifter) gehört. Einer Vollstreckung beim Treuhänder kann der Stifter bzw. seine Erben daher durch Drittwiderspruchsklage widersprechen. Auch im Insolvenzverfahren über das Vermögen des Treuhänders ist eine Aussonderung der übertragenen Vermögenswerte möglich, so dass das Stiftungsvermögen vollständig erhalten bleibt.

Die Wahl des richtigen Treuhänders ist für eine unselbstständige Stiftung von Bedeutung; Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz sind die wichtigsten Kriterien.  Es ist sinnvoll, einen Treuhänder zu wählen, der auch über Kenntnisse auf dem Gebiet verfügt, das mit dem Stiftungszweck gefördert werden soll. So kann durch das dadurch bereits vorhandene Sachwissen der Zweck der Stiftung besonders effektiv erreicht werden. Empfehlenswert ist es im Treuhandvertrag Vorkehrungen zu treffen, dass der eigene Stiftungszweck  umfänglich erreicht wird. Im Einzelfall kann die Treuhandschaft auch auf eine juristische Person übertragen werden, dies kann bspw. eine gemeinnützige GmbH sein.

GoPublic Stiftungsberatung hilft bei der Beratung, Errichtung und Betreuung einer Treuhandstiftung. Wenn Sie die Vorzüge einer Stiftungserrichtung kennengelernt haben sind außer einem (initialen) Stiftungsvermögen  nur noch eine Errichtungsurkunde, eine Satzung und ein Treuhandvertrag erforderlich.