Wie und warum der Staat gesellschaftliches Engagement fördert

Giving Is Good for You

Die Spende in eine gemeinnützige Stiftung als auch die Errichtung und der Unterhalt einer Stiftung sind steuerlich begünstigt. Dies ist nicht nur für Spender und Stifter attraktiv, sondern entlastet insbesondere den Staat von erheblichen Ausgaben und Folgekosten. Im richtigen Zusammenspiel entsteht so eine Win-Win-Situation zwischen Bürger und Staat von der insbesondere die ganze Gesellschaft nachhaltig profitiert. Berechnungen des Internationalen Museumsrates gehen davon aus, dass die Entlastungen der öffentlichen Hand durch Stiftungsaktivitäten mit dem Faktor 5 anzusetzen sind (Quelle: ICOM).

Aber nicht nur die steuerliche Entlastung spricht für Spenden und Stiften, sondern sie sind in unserer heutigen Zeit auch Ausdruck bürgerschaftlichen Selbstbewusstseins. Der Staat ist in seinem Handeln von Mehrheitsentscheidungen abhängig. Damit Anschauungen von Minderheiten Aussicht haben, von der Mehrheit wahrgenommen zu werden, ist es notwendig, dass Mittel und Energien in ebenso vielen Bereichen gebündelt werden, um Ideale zu unterstützen, die von der Mehrheit noch nicht anerkannt sind. Hierfür sind gemeinnützige Vereine und Stiftungen ideale Werkzeuge. Sonst würde z.B. Kunst, Wissenschaft und so weiter letztlich an Mehrheitsentscheidungen im Ansatz bereits scheitern und es würde nur weiter gefördert, was man schon kennt und wovon Mehrheiten oder eingesessene Entscheidungsträger glauben, es habe sich bewährt. Es gäbe also keinen Fortschritt über den berühmten Tellerrand hinaus.